Der DORSCH in der 18. Auflage: das Standardwerk der Psychologie!

Varimin-Methode

Online-Eintrag zitieren

Bellmann, M. (2019). Varimin-Methode. In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie. Abgerufen am 20.06.2019, von https://portal.hogrefe.com/dorsch/varimin-methode/


Aus dem Buch zitieren

Bellmann, M. (2014). Varimin-Methode. In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie (18. Aufl., S. ). Bern: Verlag Hogrefe Verlag.
Vorsicht: Dieser Eintrag wurde seit der letzten Buchpublikation online aktualisiert.

Dr. Matthias Bellmann

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Literatur

Ertel, S. (2013). Factor analysis: Healing an ailing model. Göttingen: Universitätsverlag Göttingen.

Bellmann, M. (2016). Factor analysis of geometric figures with four attributes. A comparison of PCA, varimax and varimin. Personality and Individual Differences, 90, 326–331.

syn. Varimin-Rotation, [FSE], eine von S. Ertel vorgeschlagene Methode der exploratorischen Faktorenanalyse, die als Gegenmodell zu den gängigen Rotationsverfahren zur Einfachstruktur entwickelt wurde. Während z. B. Varimax die Varianzen der quadrierten Ladungen zugunsten idealerweise nur eines Faktors je Variable maximiert, minimiert Varimin diese, was zu ihrer Abb. in einer Komplexstruktur führt. Ertel (2013) hat in einer Vielzahl von Analysen und Reanalysen realer Datensätze demonstriert, dass die den konkreten Variablen zugrunde liegenden latenten Dimensionen in einer Komplexstruktur eine der Realität angemessenere Deutung erlauben, als dieses mit initialen, unrotierten Lösungen oder in einer Rotation zur Einfachstruktur gelingt. Bellmann (2016) konnte für Ähnlichkeitsstudien auf der Basis künstlich erzeugter Datensätze zeigen, dass nur Varimin in der Lage war, die in den Experimenten angelegten latenten Faktoren eindeutig zu identifizieren. Welche mit empirischen Daten gewonnenen Kovarianzstrukturen mit dem Ziel einer Einfachstruktur, einer Komplexstruktur oder überhaupt rotiert werden sollten, lässt sich aufgrund eines fehlenden stat. Kriteriums a priori nicht entscheiden. Bei exploratorischen Faktorenanalysen ist daher eine vergleichende Untersuchung dieser Ansätze auf Basis vorgängiger inhaltlicher Annahmen erforderlich. Das Varimin-Programm ist über die URL [varimin.com] zus. mit umfangreichen weiteren Informationen verfügbar. Darüber hinaus ist es im Cran R package psych von Revelle implementiert.


Autor/en

Matthias Bellmann

Literatur

Ertel, S. (2013). Factor analysis: Healing an ailing model. Göttingen: Universitätsverlag Göttingen.

Bellmann, M. (2016). Factor analysis of geometric figures with four attributes. A comparison of PCA, varimax and varimin. Personality and Individual Differences, 90, 326–331.