Der DORSCH in der 18. Auflage: das Standardwerk der Psychologie!

Psychotherapieforschung

Online-Eintrag zitieren

Lutz, W. & Rubel, J. (2018). Psychotherapieforschung. In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie. Abgerufen am 15.12.2018, von https://portal.hogrefe.com/dorsch/psychotherapieforschung-1/


Aus dem Buch zitieren

Lutz, W. & Rubel, J. (2014). Psychotherapieforschung. In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie (18. Aufl., S. 1268). Bern: Verlag Hogrefe Verlag.
Vorsicht: Dieser Eintrag wurde seit der letzten Buchpublikation online aktualisiert.

Prof. Dr. Wolfgang Lutz

Leiter der Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie; Psychotherapie, Ausbildung, Lehre, Forschung (PALF), Fachbereich I, Psychologie, Universität Trier, Am Wissenschaftspark 25+27, 54296 Trier
wolfgang.lutz@uni-trier.de

Dipl.-Psych. Julian Rubel

Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie, Psychotherapie, Ausbildung, Lehre, Forschung (PALF); Universität Trier, Fachbereich I, Psychologie, Am Wissenschaftspark 25+27, D-54296 Trier
rubel@uni-trier.de

Literatur

Lutz, W. (Hrsg.). (2010). Lehrbuch Psychotherapie. Bern: Huber.

Roth, A. & Fonagy, P. (1996). What works for whom? A critical review of psychotherapy research. New York: Guilford.

Lambert, M. J. (Hrsg.). (2012). Bergin & Garfield's Handbook of Psychotherapy and Behavior Change. New York: Wiley.

(= P.) [engl. psychotherapy research], [KLI], verfolgt mit der Durchführung von Studien zur Psychoth.evaluation (Evaluation) unterschiedliche Ziele und Aufgaben, die sich in zwei Hauptaufgabenbereiche unterteilen lassen: (1) Überprüfung der allg. und vergleichenden Wirksamkeit psychoth. Verfahren und Modelle (Wirksamkeitsprüfung), (2) Herausarbeitung der Wirkungsweise bzw. der wirksamen Prozesse (Prozessforschung). Vergleicht man die Ausgabe des Standardwerkes der P. aus dem Jahre 2012, das Handbook of Psychotherapy and Behavior Change (Lambert 2012) mit vorangegangenen Ausgaben, zeigt sich, dass die P. in den letzten 20 Jahren quant. und qual. eine starke Zunahme zu verzeichnen hat. Die Wirksamkeitsprüfung befasst sich mit dem Vergleich versch. Interventionsmodelle (Intervention) hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Effizienz sowie der Qualitätssicherung und Versorgungsforschung. Die P. hat die Effektivität spezif. Therapieverfahren bei best. psych. Störungen auf der Basis von großen klin.-exp. Studien unter Einbezug klarer def. diagn. Kriterien und der Verwendung manual- oder leitlinienbasierter therap. Interventionen überzeugend nachweisen können und dies mit hohen Effektstärken. Diese Forschungstradition wird seit Ende der 1990er-Jahre zusätzlich durch eine stärkere Individuumsorientierung (patientenorientierte Psychotherapieforschung) gekennzeichnet, die versucht Forschungsergebnisse für den Einzelfall nutzbar zu machen und auf diese Weise die «Wissenschaftler-Praktiker-Kluft» zu überwinden. Die Prozessforschung untersucht die Wirkungsweise therap. Verfahren im Therapieprozess mit dem Ziel, durch ein besseres Verständnis der aktiven Wirkprinzipien und psych. Veränderungsprozesse (therapeutische Veränderung) eine effektivere Gestaltung psychoth. Interventionen zu ermöglichen. Auf diese Weise fördert P. die Weiterentwicklung der theoretischen und klin. Grundlagen der Psychotherapie auf der Basis empirischer Befunde.


Autor/en

Wolfgang Lutz & Julian Rubel

Literatur

Lutz, W. (Hrsg.). (2010). Lehrbuch Psychotherapie. Bern: Huber.

Roth, A. & Fonagy, P. (1996). What works for whom? A critical review of psychotherapy research. New York: Guilford.

Lambert, M. J. (Hrsg.). (2012). Bergin & Garfield's Handbook of Psychotherapy and Behavior Change. New York: Wiley.