Der DORSCH in der 18. Auflage: das Standardwerk der Psychologie!

Personal Attributes Questionnaire (PAQ)

Online-Eintrag zitieren

Fleischmann, A. & Sieverding, M. (2019). Personal Attributes Questionnaire (PAQ). In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie. Abgerufen am 21.07.2019, von https://portal.hogrefe.com/dorsch/personal-attributes-questionnaire-paq/


Aus dem Buch zitieren

Fleischmann, A. & Sieverding, M. (2014). Personal Attributes Questionnaire (PAQ). In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie (18. Aufl., S. 1166). Bern: Verlag Hogrefe Verlag.
Vorsicht: Dieser Eintrag wurde seit der letzten Buchpublikation online aktualisiert.

M. Sc. Alexandra Fleischmann

Faculty of Human Sciences, Social Cognition Center Cologne
alxandra.fleischmann@uni-koeln.de

Prof. Dr. Monika Sieverding

Gender Studies & Health Psychology Universität Heidelberg, Institut für Psychology
monika.sieverding@psychologie.uni-heidelberg.de

Literatur

Runge, T. E., Frey, D., Gollwitzer, P. M., Helmreich, R. L. & Spence, J. T. (1981). Masculine (instrumental) and feminine (expressive) traits: A comparison between students in the United States and West Germany. Journal of Cross-Cultural Psychology, 12, 142–162.

Abele, A. E. (2003). The dynamics of masculine-agentic and feminine-communal traits: Findings from a prospective study. Journal of Personality and Social Psychology, 85, 768–776.

[DIA, PER, SOZ], ist neben dem Bem Sex Role Inventory (BSRI) einer der am häufigsten benutzten Fragebögen zur Erfassung des Geschlechtsrollen-Selbstkonzepts. PAQ erfasst die Selbstbeschreibung mit instrumentellen und expressiven Persönlichkeitseigenschaften (inzwischen oft als agentisch und kommunal bezeichnet). Instrumentelle Eigenschaften wie «selbstsicher» oder «dominant» gelten als typisch maskuline (Maskulinität) Eigenschaften, expressive Eigenschaften wie «einfühlsam» oder «hilfreich» als typisch feminine (Femininität) Eigenschaften. Instrumentalität und Expressivität sind zwei voneinander unabhängige Dimensionen, Personen, die auf beiden Skalen hohe Werte erreichen, werden als androgyn bezeichnet. Der PAQ wurde 1974 von Janet Spence und Mitarbeitern publiziert und liegt auch in einer dt. Version vor (Runge et al. 1981). Eigenschaften, die für beide Geschlechter als sozial erwünscht gelten, aber als typischer für Männer angesehen werden, wurden der Instrumentalitätsskala (ursprünglich Maskulinitätsskala (M+), 8 Items, dt. Fassung: 7 Items) zugeordnet, Eigenschaften, die als typischer für Frauen angesehen werden, der Expressivitätsskala (ursprünglich Femininitätsskala (F+), 8 Items). Der PAQ umfasst noch eine dritte Skala, die Maskulinitäts-Femininitäts-Skala (M/F), die Items enthält, die unterschiedlich typisch für die Geschlechter und unterschiedlich sozial erwünscht sind. Es gibt außerdem im Extended PAQ (EPAQ) weitere Skalen zur Erfassung von sozial unerwünschten maskulinen und femininen Persönlichkeitseigenschaften. Der PAQ wird nach wie vor sehr erfolgreich in der Forschung eingesetzt, (z. B. zur Vorhersage des beruflichen Erfolgs; Abele 2003) wobei am häufigsten die beiden Hauptskalen benutzt werden. Als die Skalen konzipiert wurden, zeigten sich Geschlechterunterschiede in der Selbstbeschreibung. In Bezug auf die Instrumentalität sind diese mit der Veränderung der Geschlechterrollen deutlich geringer geworden, sodass man bei Studierenden nahezu keine Unterschiede findet.


Autor/en

Alexandra Fleischmann & Monika Sieverding

Literatur

Runge, T. E., Frey, D., Gollwitzer, P. M., Helmreich, R. L. & Spence, J. T. (1981). Masculine (instrumental) and feminine (expressive) traits: A comparison between students in the United States and West Germany. Journal of Cross-Cultural Psychology, 12, 142–162.

Abele, A. E. (2003). The dynamics of masculine-agentic and feminine-communal traits: Findings from a prospective study. Journal of Personality and Social Psychology, 85, 768–776.