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Konstruktvalidität

Online-Eintrag zitieren

Schmitt, M. (2019). Konstruktvalidität. In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie. Abgerufen am 10.12.2019, von https://portal.hogrefe.com/dorsch/konstruktvaliditaet/


Aus dem Buch zitieren

Schmitt, M. (2014). Konstruktvalidität. In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie (18. Aufl., S. 872). Bern: Verlag Hogrefe Verlag.
Vorsicht: Dieser Eintrag wurde seit der letzten Buchpublikation online aktualisiert.

Prof. Dr. Manfred Schmitt

Universität Koblenz-Landau, Fachbereich Psychologie, Arbeitseinheit Diagnostik und Differentielle Psychologie
schmittm@uni-landau.de

Literatur

Eid, M., Lischetzke, T. & Nussbeck, F. W. (2006). Structural equation models for multitrait-multimethod data. In M. Eid & E. Diener (Eds.), Handbook of multimethod measurement in psychology (pp. 283–299). New York: American Psychological Association.

Cronbach, L. J. & Meehl, P. E. (1955). Construct validity in psychological tests. Psychological Bulletin, 52, 281–302.

Campbell, D. T. & Fiske, D. W. (1959). Convergent and discriminant validation by the multitrait-multimethod matrix. Psychological Bulletin, 56, 81–105.

(= K.) [engl. construct validity], [DIA], K. ist der theoretisch anspruchsvollste Maßstab zur Beurteilung der Gültigkeit (Validität, Gütekriterien) eines Messinstruments. K. ist in dem Maße gegeben, in dem ein Instrument Daten erzeugt, die von einer empirisch bewährten oder überzeugenden Theorie vorhergesagt werden, in die das zu messende Konstrukt eingebunden ist. Bsp.: (1) Sagt eine Theorie vorher, dass das zu messende Konstrukt (z. B. Leistungsmotivation) der Aktivierung (durch Anreize) bedarf, um verhaltensrelevant zu werden, muss ein Messinstrument des Konstrukts den theoretisch erwarteten Aktivierungsprozess abbilden. (2) Sagt eine Theorie vorher, dass ein Merkmal (z. B. Autismus (Autismus-Spektrum-Störung)) stark genetisch veranlagt ist, bildet ein valides Instrument die erwartete Erblichkeit ab. (3) Sagt die Theorie vorher, dass ein Konstrukt (z. B. Intelligenz) mit einem anderen Konstrukt (z. B. Kreativität) in einer best. Höhe zus.hängt, bilden valide Instrumente zur Messung der Konstrukte den theoretisch erwarteten Zusammenhang ab. Auf dem Prinzip des letzten Bsp. beruht die Multitrait-Multimethod-Analyse (MTMM) von Campbell & Fiske (1959). Mehrere Konstrukte (trait) werden mit mehreren Methoden gemessen. Über den wahren Zusammenhang der Konstrukte müssen gesicherte Erkenntnisse oder plausible theoretische Hypothesen vorliegen. Konvergente Validität ist gegeben, wenn zwei Methoden (Test, Expertenurteil) zur Messung eines Traits (Intelligenz) in der Höhe ihrer Reliabilität korrelieren. Diskriminante Validität ist gegeben, wenn die Korrelation von zwei mit derselben Methode (Test) gemessenen Traits (Intelligenz, Kreativität) nur messfehlerbedingt geringer ist als die wahre Korrelation der Konstrukte. Strukturgleichungsanalyse (Strukturgleichungsmodelle) von MTMM-Kovarianzmatrizen erlauben die Zerlegung der Varianz eines Messinstruments in diejenigen Anteile, die durch das Konstrukt (Validität), unsystematische Messfehler (Unreliabilität; Reliabilität) und die Besonderheit der verwendeten Messmethode (Methodenspezifität) erklärt werden. Konstruktvalidität, Prüfverfahren.


Autor/en

Manfred Schmitt

Literatur

Eid, M., Lischetzke, T. & Nussbeck, F. W. (2006). Structural equation models for multitrait-multimethod data. In M. Eid & E. Diener (Eds.), Handbook of multimethod measurement in psychology (pp. 283–299). New York: American Psychological Association.

Cronbach, L. J. & Meehl, P. E. (1955). Construct validity in psychological tests. Psychological Bulletin, 52, 281–302.

Campbell, D. T. & Fiske, D. W. (1959). Convergent and discriminant validation by the multitrait-multimethod matrix. Psychological Bulletin, 56, 81–105.