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Illusorische Konjunktionen

Online-Eintrag zitieren

Wühr, P. (2020). Illusorische Konjunktionen. In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie. Abgerufen am 20.02.2020, von https://portal.hogrefe.com/dorsch/illusorische-konjunktionen/


Aus dem Buch zitieren

Wühr, P. (2014). Illusorische Konjunktionen. In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie (18. Aufl., S. 731). Bern: Verlag Hogrefe Verlag.
Vorsicht: Dieser Eintrag wurde seit der letzten Buchpublikation online aktualisiert.

Prof. Dr. Peter Wühr

Technische Universität Dortmund, Institut für Psychologie
peter.wuehr@tu-dortmund.de

Literatur

Treisman, A. & Schmidt, H. (1982). Illusory conjunctions in the perception of objects. Cognitive Psychology, 14, 107–141.

(= i. K.) [engl. illusory conjunctions; lat. illudere täuschen, coniungere verbinden], [KOG, WA], ein Wahrnehmungsphänomen, bei dem die Merkmale (z. B. Farbe und Form) von versch. Objekten in der Wahrnehmung falsch kombiniert werden, wenn die selektive Aufmerksamkeit abgelenkt ist. In einer typischen Versuchsanordnung zur Demonstration von i. K. zeigt man dem Pb kurz drei versch.farbige Buchstaben, die von Zahlen flankiert werden (z. B. 4 X D L 1). Der Pb soll zuerst die Zahlen und dann die Buchstaben mit ihren drei Merkmalen Form, Farbe und Position berichten. Dabei beobachtet man häufig i. K., indem der Pb bspw. die dargebotenen Reize blaues X, grünes D und rotes L als blaues D, grünes L und rotes X wahrnimmt und berichtet. Die Existenz von i. K. ist ein empir. Beleg für eine zentrale Annahme der Merkmalsintegrationstheorie, wonach selektive Aufmerksamkeit für die Wahrnehmung von Merkmalskombinationen notwendig ist.


Autor/en

Peter Wühr

Literatur

Treisman, A. & Schmidt, H. (1982). Illusory conjunctions in the perception of objects. Cognitive Psychology, 14, 107–141.