Der DORSCH in der 18. Auflage: das Standardwerk der Psychologie!

Anstrengungsvermeidung

Online-Eintrag zitieren

Rollett, B. & Rollett, W. (2018). Anstrengungsvermeidung. In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie. Abgerufen am 18.11.2018, von https://portal.hogrefe.com/dorsch/anstrengungsvermeidung/


Aus dem Buch zitieren

Rollett, B. & Rollett, W. (2014). Anstrengungsvermeidung. In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie (18. Aufl., S. 160). Bern: Verlag Hogrefe Verlag.
Vorsicht: Dieser Eintrag wurde seit der letzten Buchpublikation online aktualisiert.

o.Prof.em.Dr., Universitätslektorin B. Rollett

Universität Wien, Institut für Angewandte Psychologie: Gesundheit, Entwicklung und Förderung, Arbeitsbereich Entwicklungspsychologie, Liebiggasse 5, A-1010, Wien
brigitte.rollett@univie.ac.at

Prof. Dr. W. Rollett

Pädagogische Hochschule Freiburg, Institut für Erziehungswissenschaft, Abteilung für Bildungsforschung und Schulentwicklung, Kunzenweg 21, 79117 Freiburg
wolfram.rollett@ph-freiburg.de

Literatur

Rollett, B. (1985). Achievement motivation versus effort avoidance motivation. In J. Spence & C. Izard (Eds.), Motivation, emotion and personality (pp. 77–85). Amsterdam: North Holland.

Rollett, B. & Rollett, W. (2010). Anstrengungsvermeidung. In D. H. Rost (Hrsg.), Handwörterbuch Pädagogische Psychologie (S. 17–22). Weinheim: Beltz.

Rollett, B. (2005). Die Genese des Anstrengungsvermeidungsmotivs im familialen Kontext. In R. Vollmeyer & J.C. Brunstein (Hrsg.), Motivationspsychologie und ihre

Anwendung (S. 92–108). Stuttgart: Kohlhammer.

Rollett, B. & Bartram, M. (1977, 1998). Anstrengungsvermeidungstest (AVT). Braunschweiz: Westermann.

Rollett, B. & Bartram, M. (1977, 1998). Anstrengungsvermeidungstest (AVT). Braunschweiz: Westermann.

Kuhl, J. (2006). Individuelle Unterschiede in der Selbststeuerung. In J. Heckhausen & H. Heckhausen (Hrsg.), Motivation und Handeln (S. 303–329). Heidelberg: Springer.

Rollett, B. & Bartram, M. (1977, 1998). Anstrengungsvermeidungstest (AVT). Braunschweiz: Westermann.

(= A.) [engl. effort avoidance], [EM], bez. die Neigung, sich den mit einem Leistungseinsatz in best., aversiv erlebten Aktionsfeldern verbundenen Anstrengungen durch den aktiven Einsatz geeigneter Verhaltensstrategien zu entziehen (Rollett 1985, Rollett & Rollett 2010). Sie entsteht, wenn zielbezogene Anforderungen und die damit verbundenen Tätigkeiten in einem Handlungsbereich regelmäßig neg. emotionelle Reaktionen auslösen, eine folgenlose Vermeidung (Handlungsregulation) aber aus sachlichen und/oder sozialen Gründen nicht möglich ist, wie dies bei vielen Anforderungen im Alltag, in der Schule und im Beruf der Fall ist (Rollett 2005). Anstrengungsvermeidende Verhaltensweisen sind sehr vielfältig und haben das Ziel sich der Anforderung der sozialen Umwelt zu entziehen (Rollett & Bartram 1998). Bsp. sind «sich ungeschickt anstellen», emot. Ausbrüche, Aufschieben oder ein u.U. sehr großes Engagement bei anderen Aufgaben. A. in Leistungssituationen muss daher gegen eigenschaftstheoretische Zuschreibungen (wie z.B. „«Faulheit») abgegrenzt werden. Anstrengungsvermeidung wird (Rollett & Bartram 1977, 1998) als eigenständige Motivkategorie (Motiv) neben dem Leistungsmotiv (Anstrengungsvermeidungsmotivation) angesehen, wobei unter Motiven bedürfnisorientierte Selbststeuerungssysteme zu verstehen sind (Kuhl 2006), die im Verlauf einer indiv. Lern- bzw. Erfahrungsgeschichte erworben werden.



A. ist nicht immer kontraproduktiv: Sind intakte Anreiz- und Handlungszielstrukturen (Anreiz, Handlungskontrolltheorie) vorhanden, ist das aktive Bemühen um eine Vermeidung eines unnötigen Aufwandes eine Vorraussetzung für die Entwicklung effizienterer Methoden der Zielerreichung. Es muss daher zw. problemlösender («intelligenter») und nicht problemlösender A. unterschieden werden. Zum behandlungsbedürftigen Problem wird A., wenn wichtige Lebensbereiche betroffen sind und es zu massiven Formen von Leistungsverweigerung kommt (Rollett & Bartram 1998). 



Autor/en

B. Rollett & W. Rollett

Literatur

Rollett, B. (1985). Achievement motivation versus effort avoidance motivation. In J. Spence & C. Izard (Eds.), Motivation, emotion and personality (pp. 77–85). Amsterdam: North Holland.

Rollett, B. & Rollett, W. (2010). Anstrengungsvermeidung. In D. H. Rost (Hrsg.), Handwörterbuch Pädagogische Psychologie (S. 17–22). Weinheim: Beltz.

Rollett, B. (2005). Die Genese des Anstrengungsvermeidungsmotivs im familialen Kontext. In R. Vollmeyer & J.C. Brunstein (Hrsg.), Motivationspsychologie und ihre

Anwendung (S. 92–108). Stuttgart: Kohlhammer.

Rollett, B. & Bartram, M. (1977, 1998). Anstrengungsvermeidungstest (AVT). Braunschweiz: Westermann.

Rollett, B. & Bartram, M. (1977, 1998). Anstrengungsvermeidungstest (AVT). Braunschweiz: Westermann.

Kuhl, J. (2006). Individuelle Unterschiede in der Selbststeuerung. In J. Heckhausen & H. Heckhausen (Hrsg.), Motivation und Handeln (S. 303–329). Heidelberg: Springer.

Rollett, B. & Bartram, M. (1977, 1998). Anstrengungsvermeidungstest (AVT). Braunschweiz: Westermann.